Zugen!

Es ist vollbracht! :)
Heute morgen hab ich mein russisches Visa abgeholt. Sogar 2 Tage früher als eigentlich gedacht. Und ehm ja heute in einer Woche wohne ich quasi schon im Zug. Und dann lässt sich der Heimweg auch definitiv nicht mehr leugnen..

Seltsames Gefühl. Aber ich glaub ich freu mich. Und beim ankommen hätte ich dann gerne

Plakate, chai Tea, ne butterbrezel und Ballons. Vergesst bloß die Ballons nicht !

Ich meld mich dann vermutlich aus Russland wieder, so weil wegen chinazensur.

So lange, aus Ermangelung anderer Bilder.. Eins vom besten Sushi meines Lebens 😉

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Neues aus dem Irrenhaus

Hm, was ein Glück, dass ich mich über nichts mehr aufrege und quasi in mir selbst Ruhe.. Sonst wurde ich hier glaub echt verrückt werden..

Aber von vorne. Freitag war endlich mein China Visa fertig. Dann musste ich irgendwie das Wochenende rumbekommen, was mit Strand und Bierfest nicht so schwer war. Gestern konnte ich dann endlich in die Mongolische Botschaft und auch mit ihnen ein Deal schließen, dass ich mein Visa heute morgen statt heute Nachmittag bekomme. Also alles im Zeitplan. Achja und irgendwie wärs auch günstiger als sie mir letzte Woche gesagt hatten..

Heute morgen bin ich dann natürlich Super pünktlich wieder bei der embassy, nur leider ist Frau Visa Officer nicht da und keiner weiß wann sie kommt und wo die Pässe sind, ich soll doch heute Mittag wieder kommen.. Wah, nein. Ich Brauch das doch jetzt damit ich noch zum Russen kann. Nein nein nein.. Ich bleib einfach hier sitzen und warte ob die gute Frau nicht doch noch kommt.. Wenn sie bis elf da ist sollte alles gut sein..
Es wird halb elf, viertel vor elf, elf… Fünf nach elf. Ich werde jetzt doch ein bisschen nervös…

Can I please have your recipe ?

Ohh. Haben sie die Pässe doch gefunden?! Tatsächlich. :) fünf Minuten später hab ich mein Pass mit Visa. Jetzt aber fix zu meinem russischen Freund. Der checkt meine Dokumente, erfreut sich an meiner Krankenversicherung und fragt dann ob ich normal oder Express will. Express natürlich!

Ich zahle und bekomme den Wisch zum abholen. Ehem, was?! Ich kann’s morgen abholen?? Morgen? Hattest du mir nicht letzte Woche noch gesagt das dauert 3 Tage? Nein ich hab ihn das natürlich nicht gefragt.. Wir wollen ja so kurz vorm Ziel nicht noch alles aufs Spiel setzen… Und beschweren will ich mich jetzt sicher auch nicht.. Aber trotzdem.. Irgendwie sind die alle ein bisschen gestört. Und was soll ich jetzt mit all der zeit in Hong Kong anfangen? Mein Flug geht schließlich erst am Samstag? Vielleicht geh ich doch Mickey besuchen :)

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Mahxterix?!

Uhm, nachdem ich gestern ausführlich nachgedacht habe, einen Tag genauen Plan erstellt habe (was mir so generell irgendwie schon gegen den Strich geht), Dinge hin und her gedreht habe, habe ich beschlossen heute Tickets zu buchen.

Achja, mal wieder ist das nicht so einfach wie ich das gerne hätte. Frau Reiseagenturtante lässt mich erstmal über eine halbe Stunde warten, Geld möchte sie wohl eher nicht mit mir verdienen..

Dann die übliche Diskussion, das wir lieber noch nicht buchen weil wegen ich Brauch ja noch die Visa. Und ob ich wüsste wie das mit dem mongolischen Visa ist.. Ehm.. Das wollte sie doch für mich herausfinden ?! Uhm. Sie versucht zumindest mal da anzurufen.. Klappt natürlich nicht.

Na gut, da ich ja sonst nichts zu tun habe beschließe ich mal da vorbei zu gehen und das selbst auszuschecken. Hm klingt eigentlich einfach, was ich da höre. Und verglichen mit den anderen Ländern geht das Visa auch fix 24h. Nur das Ticket wollen sie auch sehen. Und zwischenstoppen darf ich nicht. Na gut, das hatte ich ja eh schon gestrichen.

Also wieder zurück zur Reiseagenturtante. Jetzt können wir doch endlich buchen? Nein ich soll doch lieber nochmal zum Russlandmann, und den Plan mit 2 Nächten Moskau absegnen lassen. Ok ok, der hat mich ja eh schon so arg gerne..

Ergebnis? Ich darf mit dem Transitvisa reintheoretisch gar nicht in Moskau übernachten. Und zwei Nächte schon gar nicht. Nein es gibt keine Möglichkeit, dass er mir dann das Visa gibt. Und eine? Ja das würde er machen. Ach das ist ja arg großzügig. Wo ist die Wand zum Kopf gegen schlagen?!
Meine Hoffnung ist nun, dass er sich an diese Aussage nächste Woche auch noch erinnert..

Wieder zurück zur Reiseagenturtante. Jetzt können wir doch sicher buchen??
Nein also, es könnte ja noch sein, dass mein China Visum nicht klappt. Argh. Die Frau macht mich wahnsinnig. Lieber erst Freitag buchen.. Ich geb auf. Soll sie halt Freitag buchen.. Irgendwie liegt das hier alles ja doch nicht in meiner Hand.

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Seifenblasen und Regenbogen

In Mahs kleiner kunterbunten Seifenblasenwelt sahen die Tage in Hong Kong ungefähr so aus:

In einem wunderhübschen Hostel wohnen, nette Menschen treffen. Zur Reiseagentur hüpfen, Ticket Buchen, Pass und ein Haufen Geld da lassen. Dann ein paar Tage durch Hong Kong schlendern, zwischen den vielen Hochhäusern ein bisschen verloren gehen, und dann so ca nach einer Woche Pass mit allen vier Visa und Tickets abholen und ins Flugzeug steigen.

Hm. Die Realität sieht bisher ungefähr so aus:

In einem winzigen aber gemütlichen Hostel ankommen. Nette Hostelbetreiber haben, aber vor Aufregung nicht schlafen können. Morgens mit Umweg über Starbucks und Chai Tea ins Reisebüro hüpfen und zu hören bekommen.
‚It’s Not Possible to get a russian Visa in Hong Kong with a German Passport‘
Ehm.
Etwas verwirrt selbst zur embassy laufen, da erstmal alle Sympathien verspielen weil noch den Chai in der Hand. Chai wegbringen. Zurück kommen. Und das gleiche hören.
‚No it is Not possible, this is the same as Russians face in Germany.‘ Achja daher weht der Wind also….. Plopp. Ich seh mich schon meinen Flug nach Hause buchen.

Ziemlich geknickt lauf ich zurück ins Hostel. Aber es muss doch irgendwie möglich sein? Ich mein es gibt doch Menschen, die das gemacht haben… Nein ich geb noch nicht auf. Ein bisschen Recherche später weiß ich zumindest ein Transitvisa sollte ich bekommen können, und das lässt sich auf 10 Tage ausweiten.

Also wieder zurück zu dem überaus netten Embassy Mann und genauer nach dem Visa fragen, ach siehe da.. Es gibt die Möglichkeit. Und die Mindestanforderungen sind auch gar nicht soo schwer zu erfüllen.
Pisser. Trotzdem werd ich das Gefühl nicht los, dass hier alles irgendwie auf Sympathie rauslaufen wird, die ich ja irgendwie schon verspielt hab.. Naja vielleicht hatte er ja nur einen schlechten Tag.

Also wieder zur Reiseagentur, der verplanten Frau die mich immer wieder zu Entscheidungsfindung wegschicken will, sagen dass ich heute und zwar jetzt sofort mit dem anderen Kram anfangen will und hören, dass China 4 Tage braucht für das Visa. Achja in SOA war alles so schön einfach.. Vielleicht sollte ich einfach wieder zurück ?!

Okay nein kneifen gilt nicht. Geld, Pass und Fotos da lassen und bis Freitag warten. Montag dann Mongolia embassy aufsuchen und hoffentlich Dienstag wieder bei Russland auflaufen, falls die Tickets bis dahin da sind. Im Moment hoffe ich, dass ich am 24. im Zug sitze, oder zumindest am 27. und weil der ganze Visa Kram mich so stresst werd ich über die Ukraine zurück, wer will denn auch nach Weißrussland ?!

Achja eine lustige Sache zum Schluss: der Zug dauert gar keine 16 Tage. Lach. Sondern nur 7.
Wie ich auf die 16 gekommen bin?! Weiß ich nicht mehr, aber Fakt ist, ich hab das vielen Menschen sehr überzeugend erzählt. 😉

Oh achja da ich ja nun ziemlich lange in Hong Kong verweile hab ich gedacht ich richte mich mal ein bisschen ein und war einkaufen.. Den Kram kann ich dann auch für die Eisenbahn gut gebrauchen wenn’s denn klappt. So richtig glaub ich da im Moment aber nicht mehr dran..

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Milchmädchen-Rechnung

Irgendwie ist es viel zu schnell Zeit meine neue Lao-Familie wieder zu verlassen, aber es gibt da ja so ein ziemlich teures Zugticket, dass ich schon in der Tasche habe.. Warum gleich nochmal? Achso ja, die Lust war ja weg und in Bangkok ist Weekend-Market.

Nagut, ich lasse mich also von Mr Bai zur Kreuzung fahren und warte da auf den Bus, zusammen mit einem kleinen Mädchen, das aber nur im Bus ein bisschen Gebäck loswerden will. Während wir so warten ist sie ganz begeistert von meiner billigen Vietnam Uhr. Da mich das Teil eh irgendwie nervt beschließe ich spontan sie ihr zu schenken. Zu sehen wie sie mich erst ungläubig anstarrt und sich dann dreimal auf Lao versichert, dass sie die Uhr wirklich behalten darf, ist viel mehr Wert als die 3 Euro, die die Uhr gekostet hatte.

Der Bus der dann ankommt ist überraschend neu und mit Aircon, und die Frauen im Bus nehmen mich auch direkt auf und versorgen mich mit Soursop-Frucht. Ehm ja. Spannend wenn man weder weiß ob man die Frucht mag noch ob man sie ungewaschen verträgt, ganz zu schweigen davon, wie man sie eigentlich isst.

Hmm, ich glaub die Busfrauen waren einfach zu höflich um über Mich zu lachen. Aber ich mag Soursop :)

Zurück in Pakse überzeuge ich dann mit Händen und Füßen einen ticketverkäufer mir sein Handy zu leihen, dass ich Vong, die nette Travelfrau, anrufen kann. Keine 20 Minuten später fährt sie mich in ihrem Privatauto zur VIP-Bus Station und da warte ich dann auf den internationalen Bus nach Ubon irgendwas.. Unterirdischer Grenzübergang nach Thailand und erster weg zum 7/11. Alles kein Problem. An de Bushaltestelle bin ich dann erstmal reichlich verwirrt. Weil sollte das nicht eigentlich auch ein Bahnhof sein?

Da kommt ein lustiger Thai mit Schild auf mich zu und möchte dass ich mitkomme.. Ehm nee, da steht ein Mr. Noy auf der Karte, das bin ich sicher nicht. Aber nachdem er mein Ticket inspiziert hat.. Bin ich das wohl irgendwie doch. Na gut, dann also auf zu seinen Pickup, den Rucksack auf die Ladefläche geworfen und losgehts.. So ein bisschen seltsam finde ich das schon.. Aber normalerweise ist auf die Asiareisemafia ja eigentlich Verlass.. Und siehe da er zaubert ein Zugticket hervor, das mit dem Wisch den ich habe zusammenpasst. Unterwegs deutet er noch auf verschieden Tempel, erzählt von seiner Familie, will natürlich wissen ob ich verheiratet bin, und gibt mir immer wieder den verbleibenden Kilometerstand durch.
Beim aussteigen versichert er mir nochmal, dass sein Service for Free war und zeigt mir vorsichtshalber wo ich hin muss.

Es fährt auch direkt ein Zug ein, auch einer nach Bangkok.. Aber ich soll da nicht einsteigen. Meiner kommt um halb acht. Na gut. Ich warte also, als aber um halb acht immer noch der gleiche Zug dasteht und der Schaffner zur Abfahrt pfeift werde ich unruhig und begebe mich doch lieber mal schnell in seine Richtung. Falang falang! Einer der wartenden kommt mir zur Hilfe. Ah er dreht sich um schaut mein Ticket an, und auf einmal soll ich doch einsteigen?! Ah. Ohne dass ich’s gemerkt hab wurden auf der einen Seite noch Schlafwagen angehängt. Puh Glück gehabt, fast hätten sie mich ausgetrickst.

Der Zug ist zwar nicht wirklich sauber und es gibt nen Haufen Fliegen und Mosquitos, aber alles in allem schlafe ich um einiges besser als in jedem Sleeperbus :)

Aussteigen ist ein lustiges Ratespiel, gelingt dann aber doch und um halb neun bin ich in meinem Hostel, darf aber erst um zwei mein Bett haben. Uhm. Kann man in Bangkok eigentlich auch ankommen ohne komplett kaputt zu sein?! Ich glaube nicht..

Naja hilft ja nix. Los zum Market endlich all den Kram kaufen, den ich die letzten Wochen wieder zurück gelegt habe! Und da gibt’s dann auch direkt die Möglichkeit Sachen nach Hause zu schicken.. Blöd nur, dass ich noch 5-6 Sachen in Rucksack im Hostel habe die Auch mitsollen.. Also muss ich wohl oder übel nochmal zurück.. Aber dann kann ich wenn ich doch nicht bis Montag hier warten (wegen Post-Offnungszeiten) muss auch gleich den billigeren Flug für Montag Mittag statt Dienstag Buchen..und somit Geld sparen auch durch weniger ubernachtungskosten und so..

Gesagt getan und voll gepackt wieder zurück zum Markt, so langsam sind meine Beine glaube ich nahezu Tod und mein angeknackster Fuß, der mich nur humpeln lässt tut sein Übriges.. Ich schaffe es aber trotzdem.

Tja.. Ich hätte mal
1. die Preisschilder der Paketleute richtig lesen sollen
Oder
2. mal nachfragen
Und
3. wissen, dass man Buddhas nicht so einfach verschicken kann..

Jetzt weiß ich, der ausgeschriebene Preis von 4,50 Euro pro Kilo gilt ab einem Gewicht von hundert Kilo.. Kleidung braucht wohl ein CoC (Herkunftszertifikat), Buddha und Mönche nach draußen schicken ist eh extra. Ahhh.

Naja ich sag mal so, das Geld dass ich beim Flug und durch Übernachtung wegstreichen gespart habe, reichte nicht.. Die Buddhas und Co waren ne extrem teure Angelegenheit..
Nun könnte ich mir ja das ganze schön reden, dass ich die unbedingt haben wollte (was definitiv stimmt) und deswegen den Preis gerne bezahle und so.. Aber.. In dem Fall ist’s einfach nur… Mist. Und wenn ich nicht so furchtbar am Ende meiner Kräfte gewesen wäre, hätte ich den ganzen Krempel zurück geschleppt und irgendwie in den Rucksack gestopft.. So war ich den Postgeiern quasi ausgeliefert.. Naja.. So ist nun wenigsten ein Teil meines Gepäcks auf dem Weg nach Hause.. Und ehm ich starte meinen Rückweg ja auch am Montag so quasi irgendwie.. Fühlt sich komisch an.

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Welcome to Paradise

Zwei Stunden im dreckigsten und kaputtesten Bus in dem ich je saß später kommen wir an einer Straßen Kreuzung 90km hinter Pakse an. Von da ist es noch 1 km zu Fuß zu unsrem eigentlichen Ziel. Allerdings werden wir unterwegs von einer Art Traktor aufgesammelt und sitzen mit der Familie hinten auf der Ladefläche.

Ja und dann ein paar Minuten später bin ich in meinem persönlichen Paradies. Ich weiß es da zwar noch nicht aber ja. Ich beziehe einen wunderschönen riesigen Bungalow mit 3 Betten und einem riesigen Bad und einer Hängematte auf der Veranda für gerade mal 5 euro die nacht und warte dann erstmal ob wir nochmal Strom bekommen oder nicht. So lange wird in der Küche geholfen und mit der Familie geredet.

Nach dem ersten gemeinsam gekochten Abendessen ist klar 3 Nächte sind hier eigentlich viel zu kurz… Auch die Tage sind von viel erzählen gemeinsamen Marktbesuchen und kochen ‚gefüllt‘ oder ich Hänge ein bisschen auf meiner Terrasse.. Abends sind dann Elza und ich dran mit kochen, die Familie hat sich Lasagne gewünscht. Allerdings gibt’s außer dem Lasagne Platten quasi keine andere ‚originalzutat‘. Macht aber nix, gibt es eben Lasagne Lao über dem Feuer gekocht mit morningglory, Sellerie, und schmelzkäse Soße. Am Ende wird das ganze dann in den Ofen geschoben.. Auch wenn ich wirklich skeptisch war ob das mit dem Ofen überhaupt klappt so ohne jeden Streukäse, kann sich das Ergebnis irgendwie sehen lassen. Magic Lao :)

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Was bisher geschah 2…

Ja nachdem ich die letzten Tage ja nicht mehr so sehr viel Lust hatte, hielt ich es trotzdem für eine Wundervolle Idee mir selbst einen Localbus nach Pakse zu suchen. 10 Stunden ohne Aircon aber hoffentlich mit chickens. Ja um 9 Uhr geht’s los Richtung Busstation.. Dann so ca um 10 im eigentlich echt bequemen local Bus Richtung Pakse..achja die laute karaokemusik nicht zu vergessen.. Ich hab den Panoramaplatz über dem Fahrer, was bei seiner Fahrweise echt spannend ist… Ich glaube wir haben so einige Tiere getötet.. Und Menschen zumindest erschreckt. Die ganze Fahrt ist erstmal so ein bisschen ‚die schönsten Busstrecken Laos’like und als es dann dunkel wird erinnert es mich stark an einen Film den ich bei Souvenirs from Earth mal gesehen hab.. Statt der Bremse wird egal was im weg ist lieber die Hupe benutzt.. Aber naja Same Same wie überall sonst auch..

Nach 6 Stunden haben wir nicht mal die Hälfte geschafft und das mit den 10 Stunden scheint nicht so wirklich hinzuhauen.. Bei einem längeren Stopp erfahren wir. Dann auch, dass wir nicht um 9 sondern um 12 in Pakse ankommen werden.. Uhm.

Weil der Bus natürlich zwischendurch noch kaputt geht und wir eine Dinnerpause in chickenville (keine Ahnung wie der Ort eigentlich hieß.. Aber es gab sehr viel gegrilltes Hähnchen…) einlegen ist es irgendwie halb zwei wenn wir an einer Bushaltestelle in der Nähe von Pakse halten.

Ja und dann passieren gleich ein paar unerwartete Dinge gleichzeitig. Unser Fahrer macht den Bus aus und verschwindet wortlos. Als wir aussteigen erwarten uns keine Tuk Tuk Fahrer (was so im Nachhinein in Lao mitten in der Nacht eigentlich doch nicht sooo unerwartet war) und das gepäckfach mit unsren Rucksäcken ist zu, oder besser gesagt die hintere Tür. Von den verbliebenen Fahrgästen spricht keiner englisch und so wissen wir nicht so genau ob das jetzt unsre Haltestelle ist oder nicht, ob der Fahrer irgendwann wieder kommt und ob wir unsre Rucksäcke irgendwie befreien können.
CityMaps2go sagt es sind 2km ins Zentrum also definitiv laufbar..
Wir beschließen zu Rauchen, den Open bathroom in Form einer Ackerwiese zu benutzen und dann nach unsren Taschen zu tauchen wenn der Fahrer bis dahin verschollen bleibt.

Ja 10-15 Minuten später haben wir die Rucksäcke geschultert und sind auf dem weg in die Stadt… Alles abgeschlossen und dunkel und viele viele Hunde… Der Versuch jemanden zu bestechen uns in die Stadt zu fahren scheitert kläglich an der Sprachbarriere. Es ist inzwischen halb 3 morgens…
Nachdem lautes rufen in den ersten beiden guesthouse soviel gebracht hat, wie wenn wir es gelassen hätten, beschließen wir es bei einem teuren Hotel zu versuchen.. Da da die Wahrscheinlichkeit eines securitymanns, den man wecken kann am höchsten ist.
Wir finden auch tatsächlich was. 30 Dollar die Nacht, oder in unsrem fall die halbe.. Ist gekauft. Was dann passiert ist auch schon wieder schräg.. Der geweckte Hotelmann ist Super freundlich und gibt uns gleich zweimal Discount. So sind’s am Ende noch 10 Dollar für jeden inklusive Frühstück und Aircon.. Perfekt!

Was ein Laos. Morgen nächster localbus.. Mal sehen wies weiter geht

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Was bisher geschah… 1

Ich sehe gerade mein letzter Eintrag war about getting drunk and sober again. Ja also ich bin definitiv nüchtern Grade… Aber von Anfang. Vangvieng ist nach der ‚Schliessung‘ Anfang des Jahres ein wirklich seltsamer aber doch irgendwie entspannter Ort. Nach einem Abend kennt man die Bars die noch offen haben und auch die dazu gehörigen Barkeeper. Achja.. So ein richtiger hängenbleib Ort eben.
Im Fat Monkey trifft man so wirklich jeden stereotyp an travellern:

Da ist der Typ der sich für nen Hippie hält und alles aus einer ganz anderen Perspektive betrachtet und irgendwie losgelöst ist von allem.
Der Typ der einfach nur chillt und machmal aufwacht um zu merken, dass sein Drink schon wieder leer ist.
Der Backpacker der hier in der Bar arbeitet, weil ist ja so toll hier und was soll man auch sonst machen..
Die beiden Jungs die sich stundenlang umarmen sich ewige Freundschaft schwören und ja so was tolles und so haben sie ja noch nie erlebt.
Oh und natürlich lässt sich hier jeder einen Bart wachsen. Weil ist ja so gechillt.
Ja hier ist zwar party aber in einer extrem entspannten atmosphäre, Bier und Tuben. Das eigentliche leben interessiert keinen..

Und was mach ich eigentlich hier? Weiß ich auch nicht so genau.. Eigentlich bin ich ja zu alt für den Scheiß. Aber vielleicht doch ne Runde bierpong?!

Ja also nach Bierpong und Tigerwhiskey geht’s Lao like ziemlich früh zurück ins guesthouse weil länger als 12 ist hier nicht.

Am nächsten Tag Treff ich dann die Barleute zum Mittagessen und gemeinsamen Friends schauen und joa soviel mehr gibt’s hier nicht. Naja die ‚blaue Lagune‘ noch aber das war’s dann auch quasi.

Also nach 2 Nächten mit dem Bus weiter nach Vientiane. Im etwas größeren Minibus mit ein paar Locals und Mac und einem chicken. Ist balloonArtist nicht der beste Job überhaupt ?! Ich glaub das ist meine neue Berufung!

Mit Elsa meiner holländischen busbekanntsxhaft geht’s dann in Vientiane zur hostelsuche sie hat da irgendwo Freunde zum treffen. Joa also das Hostel ist billg und ok auf den ersten Blick. Wichtiger ist erstmal Kaffee und Essen, den Franzosen sei Dank gibt’s hier auch echten Latte. Und dabei beschließ ich dann meinen Laobesuch noch um den Süden zu erweitern.

Den Rest des Tages laufen wir dann durch Vientiane organisiern Flugtickets und die Weiterfahrt und sehen allerhand lustige Dinge wie Asia Aerobic am Mekong.

Total müde zurück im Zimmer liegt die Tüte mit meinem Reiseproviant irgendwie nicht mehr da wo ich sie gelassen hatte sondern so komisch halb unterm Bett?!
Uhm. Das kann nur eins bedeuten.. Ratten. Erzähl ich Elza davon oder lass ich sie lieber eine ruhige nacht haben? Ich beschließe den Mund zu halten und ihr einfach zu sagen dass das essen besser nicht auf dem Boden liegen soll.. Ja der plan wäre wohl aufgegangen wenn unser haariger Mitbewohner nicht zu ihr in die Dusche geklettert wäre. Als dann auch noch das Bett auseinander bricht ist es Zeit den Hotelmann zu wecken. Der ist aber so gar nicht erfreut.. Brabbelt eher ungehalten auf Lao und verfrachtet uns dann in ein anderes Zimmer. Ich bin so kaputt, dass ich trotzdem wie ein Stein schlafe..

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Auf nach Vang Vieng

Die Bequemlichkeit der letzten Tage hat dazu geführt, dass ich mich von meinem guesthouse Mann überzeugen hab lassen den Minibus nach Vang Vieng zu nehmen. Pick up um halb neun. Um viertel nach neun ist dann ein Fahrer da der mich in einen noch leeren Minibus verfrachtet, viertel Stunde später ist der wirklich kleine Minibus dann packed. Na das kann ja heiter werden..
Aber es geht nur zur Busstation. Da wird dann ein Teil der Rucksäcke auf das Dach eines baugleichen Minivans geschnallt. Aber ich soll warten. Hmm. Na gut, zusammen mit einem weiteren Mädel bleib ich also an der Busstation sitzen.

So gegen viertel vor zehn fährt dann ein anderer Minivan vor. Um einiges größer als der andere und.. Irgendwie Porno.
Da kommt dann unser Gepäck rein und angeblich sollen gleich noch 3 weitere Backpacker kommen, so dass wir um 10.15 losfahren. Nur 3 ? Das wäre ja zu schön um wahr zu sein.. Und tatsächlich 20 nach fährt ein Tuk Tuk vor mit nur 3 anderen und wir fahren los. Hmm. Glück gehabt?

Mit viel Platz und quasi einer Sitzbank für jeden geht’s wieder die Bergstraße, die ich gestern schon Gefahren bin hoch. Nur ehm um einiges schneller als ich das gestern tat. Die 30er Schilder interessieren unseren Fahrer so wenig wie unsre Bitte langsam zu fahren. Ich glaub seit ich dem Kindesalter entwachsen bin war mir nie mehr beim Autofahren schlecht.. Aber heute.. Puh.

Naja irgendwann kommen wir dann aber doch an. All die Guesthouses und Bars und so lassen zwar erahnen, dass das hier ein Party Place ist.. Aber naja irgendwie ein toter.

Überall gibt’s aber lustige liege Restaurants die an die Guesthouses angeschlossen sind, mit großen Flachbildschirmen. Und bei der Wahl der Unterkunft scheint es hier vor allem um die frage zu gehen ob man lieber bei Family Guy oder Friends ausnüchtert.

Ich hab mich mal für Friends entschieden.. Ob ich morgen was zum ausnüchtern habe, Berichte ich dann 😉

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Rumrollern

Seit ich wieder alleine unterwegs bin, steht dem späten aufstehen und gemütlich in den Tag starten endlich nichts mehr im Wege.
Und so geh ich heute auch so irgendwann (vielleicht war es 10?) Richtung Buch Café zum Frühstück. Und surprise die haben auch Chai. Ehm ja ich war wirklich auf Entzug.

Danach wird ein Roller besorgt und planlos aus der Stadt rausgefahren. So ganz kurz war ich dann sogar versucht doch noch den Wasserfall zu suchen, zu dem mich seit 2 Tagen jeder Tuktuk Fahrer und auch mein Guesthouse Mann bringen will, aber nee – ich konnte mich gerade noch so beherrschen. Stattdessen folge ich einfach der Straße, die überraschend wenige Schlaglöcher aufweist, hoch in die Berge.

Da ist’s ein bisschen frischer und es sitzen ein Haufen Schmetterlinge und Eidechsen auf der Straße. Oh und aus irgendeinem Grund riecht es da nach Schwarzwald. Ja richtig nach Schwarzwald. Wieso es im laotischen Hinterland und mitten im Dschungel auf einmal nach Schwarzwald riecht weiß ich auch nicht. Aber es war so !

Neja und je weiter ich aus der Stadt rauskomme desto lustigere Reaktionen rufe ich bei den Laoten hervor. Von freudigem nebenher rennen und sabaidee rufen, über winken hinzu ungläubligem anstarren. Meine Lieblingsreaktion war aber eindeutig das Mädel das vor Glück gluckste. Warum passiert das daheim eigentlich nie?! 😉

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