So many things to see..

Plan für heute: Statue of Liberty, Financial District inkl. 9/11 Memorial, China Town, Little Italy, Rockefeller by Night..

Nach dem inzwischen schon obligatorischen Bagel mit Cream Cheese beim Bagel Dealer unseres Vertrauens gings mit der Ubahn direkt Richtung Financial District. Also naja quasi, spontan sind wir dann doch schon an der Christopher Street ausgestiegen – erschien uns irgendwie symphatisch. Nun ist die aber in Greenwich Village und ca 3 – 4 Stadtteile vom Financial District weg.
Aber wir laufen ja so gerne. Und wenn weder Greenwich, Soho noch Tribeca für heute auf dem Plan standen, waren diese Gegenden durch die wir da rein zufällig kamen und von denen ich keinen einzigen Straßennamen mehr weiß jeden Schritt wert (und das sage ich ganz im Bewusstsein immer schlimmer schmerzender Füße..).

 

Irgendwann (Zeitgefühl hab ich hier so gar nicht..) kamen wir dann auch am Financial District an, was irgendwie hauptsächlich eine riesen große Baustelle ist grade, weil die Amis es ha nicht haben können, dass da zwei Türme fehlen, bauen sie eben schnell 2 neue. Wäre ja auch blöd wenn nicht und so..

Das ganze Bau-Unternehmen macht aber den Zugang zum 9/11 Memorial reichlich kompliziert. Vor allem wenn man wie wir mal wieder alles ganz spontan machen will und diverse im nach hinein ziemlich häufig auftretende Hinweisschilder einfach ignoriert.

Aber von vorne: Nachdem wir beschlossen haben, dass das Memorial ein Must ist, sind wir also den Entrance Schildern hinterher gelaufen, mit einem kleinen Umweg über einen alten Friedhof und einer Kapelle, die irgendwie ziemlich fehl am Platz wirkt so zwischen allen mega Banken und so,

sind wir dann auch da angekommen. Allerdings.. ohne Tickets..
Ja lesen bildet nicht nur, es hilft auch die Füße zu schonen. Für uns hieß das also den nächsten Starbucks suchen, Frappucino bestellen (es hat inzwischen schließlich bestimmt mindestens 25°). und das kostenlose Wifi nutzen um Ticket runterzuladen – so der Plan – war natürlich mal wieder nicht. Tickets können nur reserviert werden, und müssen dann entweder ausgedruckt werden, oder abgeholt werden. Top. Den 20 Minuten Walk zurück zum Visitor Center wollten wir uns ja eigentlich sparen. Naja, hilft ja alles nichts, also wieder zurück zum Anfang.

Mit gültigem Ticket durften wir dann um 12 p.m ins Memorial.

Mah wäre ja nicht Mah, wenn ich nicht auch zu den Sicherheitschecks und dem ganzen Klimborium um 9/11 ein Haufen Blödsinn einfallen würde. Allerdings so vor den Wasserfällen stehend und mit all den Namen vor Augen, war mir dann doch ganz schön mulmig zu Mute. Selbst wenn man an Ort und Stelle ist und die Bilder von damals im Kopf hat, ist es unvorstellbar, was da passiert ist und macht einfach nur Gänsehaut.

Weil 9/11 Memorial alles in allem zwar ziemlich impressive, aber hauptsächlich bedrückend, macten wir uns dann über die Wall Street auf zur Ferry.

Wall Street inkl. Occupy Bewegung Demo war nice to see aber für mich eher unspannend. Haben wir dann auch eher schnell abgehandelt, und sind Richtung Wasser. Der Blick auf die Brooklyn Bridge war dann schon wieder eher meins.

Natürlich sind wir – wie könnte es auch anders sein? – am falschen Ende bzw. an der falschen Seite rausgekommen. Zusätzlich war mir entfallen wie die Fähre hieß die wir nehmen wollen und überhaupt waren wir zu dem Zeitpunkt gerade ein bisschen müde und so..

Neja, einmal an den Piers entlang und an den Rundflug-Helis vorbei und wir fanden die Staten Island Ferry. (die übrigens nach Staten Island fährt nicht nach Ellis Island..)

Sicht auf die Statue und auf Manhatten und Ellis Island und so, alles wirklich großartig, aber ja irgendwie kennt mans halt doch schon irgendwie ich freute mich also hauptsächlich über die Sonne und den angenehmen Wind auf Deck (Aber das sollte ich später am Tag noch bereuen..).

Mein persönliches Ferry Highlight war dann auch weder die Statue noch der Blick auf Manhattan, sondern der Österreicher der versuchte einem Ami zu erklären was Schwarzwälder-Kirsch-Torte ist. Als der Ami und dann erkläre, dass er einfach nickte aber nichts versteht von dem was der Ösi da sagte war die Story perfekt. (Hach und ich mag den Ösi-Englisch-Akzent doch eh so gerne..)

You know Schwarzwälder-Kirsch-Torte? Like Sacher – you know??

I’m just nodding, I don’t get a single word of what he says..

Sarahs persönlichen Helden trafen wir dann, als wir von der Fähre runter waren und die Straße überquerten. Ein sehr symphatischer Autofahrer, der sich bei offenem Fenster lautstark über den Taxifahrer vor sich aufregte und in etwa sowas schrie:

Can’t you drive you stupid Motherfucker ??

ich skippe nun mal den langen Weg nach China-Town. Aber er war ziemlich lang und ziemlich heiss und eyhausting und als wir ankamen hatte ich Sonnenbrand..Not Nice.*

Also ich war ja noch nie in Asien und so, aber ich glaube wenn man irgendwo eine Ahnung davon bekommen kann wie das dort ist, dann ist es China Town hier in New York.

1.) Man versteht nichts mehr. Und zwar nicht nur die Menschen, die so um einen herumwuseln, sondern auch Straßenschilder und Shopbezeichnungen. Alles ist auf einmal nur noch HÄÄÄ?

2.) Das wirre Gewusel auf den Sidewalks und in den Läden. Aber auch und da ganz besonders auf den Ausstellungsflächen. Wahllos und für mein Verständnis vollkommen chaotisch Tote Fische neben undefinierbaren Früchten und Asia-Trash und dazwischen die Shopbesitzer, die wie es scheint verzweifelt versuchen Ordnung zu schaffen.

3.) Die sonderbarsten Gerüche all together, die ich jemals gerochen habe. Von mmh, lecker.. über was ist das denn? bis hin zu Ich glaube mir wird schlecht

 

Unseren Plan in Chinatown lecker essen zu gehen, haben wir uns dann aber doch nicht getraut umzusetzen. Sei es nun wegen der oben genannten Gerüche oder weil hier schon mal ein Buddistischer Tempel wie ein Restaurant aussieht..
Aber zumindest ich für meinen Teil mag den Stadteil nun doch ganz gerne, so nach anfänglicher Skepsis und leichtem Schockzustand. Wer weiß wieviel mehr wir hier hätten erleben können so mit 55% Bevölkerung ohne Englischkenntnisse.

Essen stattdessen in Little Italy war trotz strangem Kellner und noch strangeren Restaurant Besitzern reichlich unspektakulär aber teuer.

(* auf dem Weg nach Chinatown fiel Sarah dann plötzlich ein, dass wir ja Checkpoint Charly ganz vergessen haben… Ja so sehr sind wir into walking.. Sarah würde sogar bis nach Berlin laufen…)

Irgendwann zwischendurch kam der Plan auf gleich Soho noch mitzunehmen, weil es wird ja inzwischen doch relativ spät dunkel und Rockefeller by Night geht halt nur wenns dunkel ist. Wegen akuter Fußschmerzen (ja ich weiß das Fußthema nervt langsam.. Aber glaubt mir MICH nervt es noch viel mehr!) hatten wir den Plan eigentlich wieder verworfen. Naja bis wir dann zufällig auf Soho’s Haupteinkaufsstraße landeten.

Ja also Füße nochmal ignorieren und los gehts. Ähm ja, ziemlich erfolgreich irgendwie. Aber wer weiß wann wir wieder hier sind?!

I love Roxy !

Inzwischen war es dann auch dämmerig und so und die Ubahn brachte uns directly to Rockefeller. Dort ging dann das Ticket kauden und warten aufs hoch dürfen wieder los. Und natürlich die üblichen Security Checks. War ja klar.

Ach und die freundliche Nachfrage vom Security-Menschen ist nicht ganz soo nett gemeint gewesen..:

Are you guys comfortable? Yeah? It’s not allowed to sit here !

Auf dem Weg nach oben schon das erste Highlight. Die Fahrstuhldecke wird durchsichtig, man sieht also in welcher Geschwindigkeit man nach oben rast.

Oben angekommen, ja was soll ich sagen.. unbeschreiblich. Ich versuche auch gar nicht Worte dafür zu finden und lasse Bilder sprechen.. auch wenn das irgendwie nicht an die Wirklichkeit ranreicht. Definitiv das Schönste was ich bisher gesehen habe:

Nach 1 Stunde haben wir dann den Ausblick auf New York schweren Herzens verlassen und sind mit dem Fahrstuhl nach unten gerast. Das mit der durchsichtigen Decke ist beim herunterfallen nochmal heftiger.

Und dann muss man aus dem Rockefeller auch noch irgendwie wieder herausfinden. Gar nicht mal so einfach wenn man dann zwar einen Ausgang gefunden hat der aber verschlossen ist. Irgendwann fanden wir dann aber doch nach draußen und weil wegen Füßen und so setzten wir uns erstmal schön auf eine Bank.. Nice..

Und hat mir nicht gestern noch jemand den Tipp gegeben ich solle mir einen Mann suchen? Auf dem Rückweg über den Times Square hatte ich dann plötzlich einen.

Haha, sehr geil, so schnell kanns gehen. Ich war gerade dabei den lustigen Autofahrer von heute Mittag zu zitieren und endete (vielleicht ein bisschen zu laut) mit MOTHERFUCKER! als er auf einmal vor mir stand und sowas wie 

Ah nice white girl.

Neja und als 3 Minuten später ein Stand-up Comedian uns versuchte für seine Show zu rekrutieren (was nach diesem Tag aber einfach nicht mehr drin gewesen wäre..) nahm er (also my future husband ;-)) mich in den Arm und meinte

Sorry bro‘ but that’s my wife from Germany..

Leider endete unsere junge Ehe mit einer Unstimmigkeit über das Nummern austauschen. Ja sorry, but I have to leave.. (ich glaube aber er war maximal ein klein wenig disappointed).

Dann Ubahn – Westside Market – Dusche – Bett.

That’s it. Unglaubliches New York.

 

Dieser Beitrag wurde unter New York abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Current ye@r *